Das Anodisierverfahren funktioniert nach dem Oxidationsprozess. Dabei entsteht bei anodischer Polarisierung von Aluminium in einem Elektrolyten, z.B. Schwefelsäure, an der Anode Sauerstoff, der mit dem Aluminium reagiert. Dabei bildet sich Aluminiumoxid. Die Oberfläche der Aluminiumanode wandelt sich also in die Oxidschicht um, die fest auf der Metalloberfläche verankert ist und an dieser haften bleibt. Sie ist so fest mit dem Grundstoff verbunden, dass es selbst mit mechanischen Mitteln nicht möglich ist, auch nur splitterweise Teile von ihrer metallischen Grundlage zu lösen.

Diese kompakte Grundschicht bildet einen Widerstand für den Stromdurchgang und wird durch die angelegte Badspannung durchschlagen. Es entstehen Durchschlagporen, in die Elektrolyt eindringt. Dadurch schreitet der Oxidbildungsprozess fort. Unzählig viele Poren entstehen, die Schicht „wächst“ in das Metall hinein. Um die Poren zu schließen und damit der Oxidschicht eine größere Beständigkeit gegen jede Art von Feuchtigkeit zu geben, wird das frisch anodisierte Band noch nachbehandelt.

Die durch dieses Verfahren hergestellten Schichten sind stärker und widerstandsfähiger als die auf natürlichem Wege entstandenen Schichten.